Daniel Fasser

Mittagstisch Entstehung und Hintergrund

Rückblick und Gedanken zur Entstehung

10 Jahre Mittagstisch
Das Projekt Mittagsgebet und Mittagstisch mit Kinderhüte vom Frauenverein in Zusammenarbeit mit der Pfarrei ist am 9. März 2006 gestartet und hat regen Anklang gefunden. Bereits damals haben 20 Kinder und 20 bis 30 Erwachsene teilgenommen.

Im Laufe der Zeit hat sich die Zahl der Kinder reduziert, dafür die Erwachsenen zugenommen, sodass wir nur noch zwei bis drei Kinder haben und rund 60 - 70 Erwachsene. Anfangs konnten wir den Mittagstisch zweimal im Monat anbieten. Heute nur noch ein einmal im Monat, da die Köche und Köchinnen fehlen. Es basiert alles auf freiwilliger Arbeit, und es ist schwierig neue Leute zu finden.

Obwohl der Preis für ein Mittagessen - alles inklusive - von damals Fr. 7.-- für Erwachsene nur auf Fr. 8.-- angehoben wurde und der Kinderpreis mit Fr. 5.-- über all die Jahre unverändert blieb, konnten wir Ende Jahr ein Überschuss erarbeiten und den Betrag einer gemeinnützigen Institution zukommen lassen.

Im 2016 nutzen wir den Erlös für unser 10 Jahre Jubiläum und mit der Unterstützung Pfr. Jan Bernadic organisierten wir einen schönen Ausflug. Am Samstag, 9. Juli eine fröhliche Schar von 28 freiwilligen Helfer und Helferinnen das Kursschiff zur Insel Ufenau. Unter schattigen Bäumen der Gartenwirtschaft wurde uns ein reichhaltiges Meue serviert. Eine interessante Führung bot uns der Inselkenner Markus Steger. Alle wussten, dass die Insel dem Kloster Einsiedeln gehört, aber nur wenige, dass die Stäfner früher dort beerdigt wurde. Nur ein Holzkreuz erinnert am damaligen Friedhof.

Alle Teilnehmer danken der Pfarrei für dieses einmalige Ereignis
Giuseppina

Wie alles anfing ...
meine ersten Erfahrungen mit „Mittagsgebet/Mittagstisch“ reichen fast zehn Jahre zurück. Ich wohnte vis-à-vis der Liebfrauenkirche in Zürich. In diesem Gotteshaus gab es jeden Donnerstag um 12.00 in der Krypta ein halbstündiges Mittagsgebet, anschliessend konnten all jene die wollten für wenig Geld am Mittagessen im Pfarreizentrum teilnehmen.
Dieses Projekt übernahm ich und führte es mit einer Arbeitskollegin und mit freiwilligen Helferinnen und Helfern an meinem damaligen Arbeitsort, in der Pfarrei St. Anton in Zürich, ein. Wir wollten vor allem auch Familien ansprechen. Das Projekt entwickelte sich folgendermassen: Die Kinder (es waren bis vierzig davon) kamen um 12.00 zum Mittagessen. Ein/e Betreuer/in war bei den Kindern, nach dem Tischgebet wurde gemeinsam gegessen, anschliessend gespielt oder es gab auch einen stillen Raum, in dem Hausaufgaben gemacht werden konnten. Die Erwachsenen trafen sich als erstes in der Kirche, und nach Gebet, Gesang und einer Zeit der Stille stiessen die „Grossen“ zu den „Kleinen“ dazu.
Diese Idee soll nun auch in Stäfa umgesetzt werden; mit folgenden Zielen: Kindern (auch ohne Begleitung), Familien aber auch Einzelpersonen (jung und alt) wollen wir die Möglichkeit bieten, in der Mittagspause eine gesunde und liebevoll zubereitete Mahlzeit in einem familiären Rahmen einzunehmen. Mit dem Tischgebet pflegen wir einen christlichen Brauch und das 20-minütige Mittagsgebet für die Erwachsenen in der Kirche bietet die Möglichkeit, in der Mitte des Tages innezuhalten, den verflossenen halben Tag zu reflektieren und sich auf den verbleibenden halben Tag einzustellen.
An- und Abmeldung: Wer regelmässig am Mittagstisch teilnimmt, kann sich einmalig im Sekretariat anmelden. Wer unregelmässig teilnehmen will wird gebeten, sich für jeden einzelnen Mittagstisch bis spätestens 24 Stunden im Voraus anzumelden.

David Pfammatter, Pastoralassistent, Pfarrei St. Verena, Stäfa
Bereitgestellt: 23.03.2017     Besuche: 12 Monat 
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