Ökumenische Reise an die Passionsspiele Oberammergau 12. – 14. September 2022

Gruppenfoto Oberammergau
Wenn eine Gruppenreise gelingt, dann werden Menschen, die sich zuvor nicht kannten, zu einer Gemeinschaft. So geschehen zwischen dem 12. und 14. September auf der Reise zu den Passionsspielen in Oberammergau (Oberbayern / Deutschland).
Christoph Rahn, Michael Landwehr, Bruno Gut-Fuchs
Vierzig Teilnehmende aus der Römisch-Katholischen Pfarrei Stäfa St. Verena (www.pfarreistaefa.ch) und der Reformierten Kirchgemeinde Stäfa-Hombrechtikon (www.ref-staefa-hombrechtikon.ch) sowie von verschiedenen anderen Dörfern machten sich gemeinsam auf den Weg und erlebten auf dieser inspirierenden dreitägigen Reise Un-vergessliches.

Unter der von Drusberg-Reisen (www.drusberg.ch mit Chefchauffeur Fredy Schelbert) geführten, gemeinsamen Leitung mit Pfarrer Michael Landwehr (Präsident Verein «Kirchen + Tourismus Schweiz» www.ktch.ch) und Diakon Bruno Gut-Fuchs (Pfarreibeauftragter Katholisch Stäfa) waren die drei Tage dieses ökumenischen Projekts erfüllt von Erlebnissen, neuen Erkenntnissen und Erfahrungen, vielen Gesprächen, Momenten der inneren Einkehr und ebenso von herzhafter Heiterkeit und Geselligkeit. Als besonderes Geschenk wurde das sonnige Spätsommerwetter empfunden.

Auf der Hinreise machte die erwartungsfrohe Gruppe einen Zwischenhalt in Augsburg, wo man auf einer hochinteressanten Führung Vergangenheit und Gegenwart dieser historisch bedeutenden Stadt kennenlernte. Nach einer Andacht im Bus wurde das Hotel in Garmisch-Partenkirchen bezogen.

Der nächste Tag begann mit einer Andacht in der evangelisch-lutherischen Kirche von Oberammergau und stand anschliessend ganz im Zeichen der Passionsspiele. Bekanntlich wird von den Einwohnerinnen und Einwohnern des Dorfes Oberammergau mit einem gewaltigen Aufwand alle zehn Jahre die Passion Christi dargestellt, als Einlösung eines Gelübdes von 1633, weil die Gemeinde damals vor der grassierenden Pest bewahrt wurde. Dieses einzigartige Schauspiel zieht von Mai bis Oktober täglich gegen fünftausend, saisonal weit über eine halbe Million Zuschauerinnen und Zuschauer aus aller Welt an. Das Resultat der zweijährigen intensiven Vorbereitung - alles Laien aus der Dorfbevölkerung - ist bewundernswert, das Zusammenspiel von Darstellern, Chor und Orchester ist perfekt, und die eindrückliche Handlung vom Leben, Leiden und der Auferstehung Jesu Christi hat uns alle tief ins Herz getroffen.

Viel zu schnell kam der letzte Tag dieser Reise. Auf der Rückfahrt wurde das Kloster Be-nediktbeuern besichtigt, wo in der Klosterkiche eine weitere Andacht gefeiert wurde. Beim Mittagessen im Gartenrestaurant des Klosters und auf der Heimfahrt im Bus, bei heiteren und ernsten Gesprächen, bei Scherzen und Lachen zeigte sich, wie sehr die Gruppe inzwischen zusammengewachsen war.

Ungern trennte man sich spätabends, bereichert und glücklich über das Erlebte, mit dem oft gehörten Satz: «Schön ist es gewesen!».

Text und Fotos:
Christoph Rahn, Michael Landwehr, Bruno Gut-Fuchs