Daniel Fasser

Thema Nummer eins

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Mein Name ist Stefi Dukic. Hier in unserer Pfarrei St. Verena in Stäfa bin ich seit über zwanzig Jahren als Katechetin tätig und möchte Euch schildern, wie ich die aktuelle «Corona»-Zeit persönlich erlebe.
Als ich am 26. März 2020 das letzte Mal den Unterricht mit meinen Schülern hatte, war das Corona-Virus das Thema Nummer eins und in aller Munde – natürlich auch bei den Schülern war das Thema präsent und aktuell. Sie diskutierten darüber und machten sich Gedanken, wie schön es doch einmal ohne Schule wäre, worauf ich ihnen geantwortet habe, dass das (leider) nicht so einfach machbar wäre und ja, für mich war es fast undenkbar!

Zwei Tage später war es tatsächlich soweit – die Meldung vom Bundesrat lautete: «ab Montag 30. März 2020 Schliessung aller Schulen»! Was bis dahin undenkbar war, ist jetzt tatsächlich eingetroffen!

Es ist fast schon einen Monat her, seit unser Alltag ganz anders verläuft als gewohnt, was für uns alle eine neue Herausforderung ist. Persönlich (er)lebe ich seither ganz neue Lebens-, Tages- und Arbeitsstrukturen: mehrheitlich zu Hause sein, jeden Tag neu gestalten und von zu Hause aus arbeiten (Home Office und Team Chats – ganz neue Herausforderungen!). Es kann jetzt alles von zu Hause aus erledigt werden.

Krisen bieten auch neue Chancen, unseren Alltag auf eine andere, ungewohnte Art und Weise zu meistern. Die Vorgabe, dass man zwei Meter Distanz voneinander entfernt sein muss bedeutet nicht, sich von den Mitmenschen zu distanzieren, sondern genau das Gegenteil: Ich nehme mir Zeit für sinnvolle Tätigkeiten wie zum Beispiel den Einkauf für einen lieben Menschen erledigen, die Familie im Ausland öfters anzurufen, um nachzufragen, wie es ihnen in dieser speziellen Zeit geht oder einen Oster- bzw. Frühlingsbrief zu schreiben.

Trotz dieser Corona-Zeit gehe ich zu den Randzeiten jeden Tag raus in die Natur, wo alles wunderschön frühlingshaft blüht und blicke positiv in die Zukunft, denn wir dürfen nicht vergessen, dass es auch ein Leben nach der Coronakrise gibt und hoffen, dass dieses so bald wie möglich kommt. Krisen kommen, gehen aber auch wieder; Krisen können Chancen für Veränderungen sein.

Für mich ist es ein geeigneter Zeitpunkt, um nachzudenken und meine Gedanken neu zu sortieren. Ich freue mich darauf, den neuen Alltag nach Corona mit neuem, frischem Elan zu starten. Da ich jetzt mehr wertvolle Zeit habe, ernähre ich mich auch gesünder. So stärke ich mein Immunsystem und die Gesundheit mit gesunden frischen Kräutern, die jetzt überall in der Natur zu finden sind.

«Bliib gsund» ist der häufigste Spruch, den wir uns jetzt gegenseitig aus der Distanz zurufen und wünschen. Er hat noch mehr Bedeutung bekommen als sonst, weil es uns allen bewusst geworden ist, wie wertvoll es ist, gesund zu sein und zu bleiben. Deshalb wünsche ich uns allen, dass wir auch diese Herausforderung gut meistern und der Zukunft mit Dankbarkeit begegnen. Ich wünsche uns bewusstere, sorgfältigere und liebevollere Begegnungen mit unseren Mitmenschen sowie auch uns selbst und hoffe, dass wir unsere Umwelt zukünftig respektvoller behandeln und wertschätzen.

Stefi Dukic, Katechetin

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Lieber Stefi sehr schöner Text - danke für Deine guten Gedanken zur Krise, die für mich auch jede Menge Chancen beinhaltet. Lieben Gruss Jeanette
Bereitgestellt: 17.04.2020     Besuche: 54 Monat 
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